Waffenrechtlicher Hinweis

Umgang mit Druckluft-, Federdruckwaffen (Softair Waffen >0,5Joule),CO²-Waffen, SRS-Waffen (Gaswaffen) , Armbrust etc. und Hieb-/ Stoßwaffen


1. Erwerb und Besitz von Druckluft-, Federdruckwaffen (Softair Waffen >0,5Joule),CO²-Waffen, SRS-Waffen (Gaswaffen), Armbrust etc. und Hieb-/Stoßwaffen.
Der Erwerb und Besitz von Druckluft-, Federdruckwaffen (Soft Air Waffen >0,5Joule),CO²-Waffen und SRS-Waffen (Gaswaffen) unter 7,5 Joule, die mit einem F-Zeichen oder dem PTB Zulassungszeichen gekennzeichnet sind (§ 2 Abs.1 und 2 i.V.m. Anlage 2, Abschnitt2, Unterabschnitt 2 Nr. 1.1 WaffG),Armbrust und Hieb- /Stoßwaffen (§1 Abs. 2 nr. 2 lit . Waffg.i.V.m. Anl.1,A1,U2,Ziff.1WaffG) ist ab 18 Jahren erlaubnisfrei möglich

Gleiches gilt für den Erwerb und Besitz von Druckluft-, Federdruckwaffen (Soft Air Waffen >0,5Joule),CO²-Waffen und SRS-Waffen (Gaswaffen), Armbrust und Hieb- /Stoßwaffen die vor dem 1. Januar 1970 oder in dem in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet vor dem 2. April 1991 hergestellt und entsprechend den zu diesem Zeitpunkt geltenden Bestimmungen in den Handel gebracht worden sind (§ 2 Abs.1 und 2 i.V.m. Anlage 2, Abschnitt2, Unterabschnitt 2 Nr. 1.2 WaffG).

2. Führen/ Transportieren von Druckluft-, Federdruckwaffen (Soft Air Waffen >0,5Joule), CO²-Waffen und SRS-Waffen (Gaswaffen) Armbrust etc. und Hieb-/Stoßwaffen.
Das Führen von Druckluft-, Federdruckwaffen (Soft Air Waffen >0,5Joule), CO²-Waffen und SRS-Waffen (Gaswaffen) (egal welche Energie/Joulezahl) Armbrust und Hieb- /Stoßwaffen ist erlaubnispflichtig.

Eine Waffe führt nur, wer die tatsächliche Gewalt über die Waffe außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume oder des eigenen befriedeten Besitztums ausübt.

Personen, die eine SRS-Waffe mit PTB-Zulassungszeichen in der Öffentlichkeit mit sich Führen, müssen einen so genannten ?kleinen Waffenschein? besitzen. Erteilungsvoraussetzungen für einen solchen Waffenschein sind außer dem Alterserfordernis von 18 Jahren die Zuverlässigkeit und persönliche Eignung (§§ 5, 6 WaffG).Personen, die Stoßwaffen in der Öffentlichkeit mit sich Führen, müssen ein berechtigtes Interesse vorweisen (Berufs und Sportausübung, Brauchtumspflege sowie allgemein anerkanntem Zwecks und nur in Verbindung dessen Ausübung) wie in §42a Abs.2 Nr.3 WaffG beschrieben.
Gem. § 12 Abs. 3 Nr. 2 WaffG bedarf es keiner Erlaubnis

zum Transportieren, wenn die Waffe nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit (Verschlossenes Behältnis(z.B. Waffenkoffer mir Schloss) ) von einem Ort zu einem anderen Ort befördert wird, sofern der Transport der Waffe zu einem vom jeweiligen Bedürfnis umfassten Zweck oder im Zusammenhang damit erfolgt (z.B. Transport zum Büchsenmacher oder zum Schießstand).


3. Schießen mit Druckluft-, Federdruckwaffen (Soft Air Waffen >0,5Joule),CO²-Waffen, SRS-Waffen (Gaswaffen) und Armbrust.
Jedes Schießen außerhalb von Schießstätten ist erlaubnispflichtig (§ 12 Abs. 4 Satz 1 WaffG).

Ausnahmen gemäß § 12 Abs. 4 Nr. 1 WaffG:
Ein Schießen außerhalb von Schießstätten ohne Schießerlaubnis ist zulässig durch den Inhaber des Hausrechts oder mit dessen Zustimmung im befriedeten Besitztum mit Schusswaffen

I. deren Geschosse eine Bewegungsenergie von nicht mehr als 7,5 Joule (J) erteilt wird, sofern die Geschosse das Besitztum nicht verlassen können.

II. Schusswaffen, aus denen nur Kartuschenmunition verschossen werden kann (SRS Waffen):

     a) durch Mitwirkende an Theateraufführungen und diesen gleich zu achtenden Vorführungen,

     b) zur Abgabe von Startzeichen im Auftrag der Veranstalter,

     c) zum Vertreiben von Vögeln in landwirtschaftlichen Betrieben,

     d) bei Not- und Rettungsübungen oder

     e) zur Abgabe von Start- oder Beendigungszeichen im Auftrag der Veranstalter bei Sportveranstaltungen, wenn optische oder akustische Signalgebung

         erforderlich ist.

Umgang mit Soft-Air-Waffen unter 0,5 Joule Geschossenergie, die Anscheinswaffen i.S.d. Waffengesetzes sind.

Soft-Air Waffen unter 0,5 Joule Geschossenergie sind Anscheinswaffen i.S.d. neuen Waffengesetzes, wenn ihre äußere Form nach das Gesamterscheinungsbild den Anschein von Feuerwaffen hervorrufen und bei denen zum Antrieb der Geschosse keine heißen Gase verwendet werden. Insofern dürften fast alle derzeit auf dem Markt befindlichen Soft-Air-Waffen unter 0,5 Joule Geschossenergie der Definition von Anscheinswaffen des neuen Waffengesetzes unterfallen.

1. Der Erwerb und Besitz von Soft-Air (Anscheins)waffen mit einer Geschossenergie unter 0,5 Joule ist weiterhin erlaubnisfrei, auch für Personen unter 18 Jahren.

2. Das Führen von Soft-Air (Anscheins)waffen unter 0,5 Joule Geschossenergie:

  Es ist verboten, die tatsachliche Gewalt über Soft-Air (Anscheins)waffen unter 0,5 Joule Geschossenergie außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäfträume, des eigenen

    befriedeten  Besitztums oder einer Schießstätte auszuüben (führen).

    Wer entgegen diesem Verbot eine Soft-Air (Anscheins)waffe führt begeht eine Ordnungswidrigkeit gem.§ 53 Abs. 1 Nr. 21a WaffG,

    die mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro geahndet werden kann.

3. Der Transport von Soft-Air-(Anscheins)waffen (z.B. vom Händler zum eigenen Zuhause oder vom eigenen Zuhause zur Schießstätte) ist nur in einem verschlossenen

    Behältnis (z.B. Waffenkoffer mit Schloss) erlaubt.